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Ferienwohnungen auf Insel Krk
Baska WebCam by BsWirelwss

Diese Steinplatte mit glagolitischem Text wurde von  Baskaner Theologen Petar Dorčić im Jahre 1851 auf dem Boden der ehemaligen Benediktinerkirche der Hl. Lucija aufgefunden. Sie lag in der kleinen Kirche wie ein Grabstein, über den die Gläubigen liefen, was zu bedeutenden Schäden führte.

 

Hierbei handelt es sich um eine der ältesten Aufschriften in kroatischer Sprache, die das kleine Krker Dorf Jurandvor berühmt machte, indem es zur Ikone der kroatischen Kultur und des Schrifttums ernannt wurde. Man geht davon aus, dass die Tafel aus dem Kirchenhof herausgebracht wurde und, dass Hirten sogar darauf Feuer machten. Danach wurde sie in die Kirche an den Ort zurückgebracht, wo man sie fand, und ihr „Spaziergang“ endete im Jahre 1934 mit einem Ehrenplatz am Eingang in die Kroatische Akademie der Wissenschaft und Kunst in Zagreb.

 

Die Inschrift ist in glagolitischer Schrift verfasst, sie dokumentiert, dass der kroatische König Dmitar Zvonimir (1075.-1089.) Kirche der heiligen Lucija eine Schenkung machte. Die Kirche gehörte zu einer Benediktinerabtei. Die verwendete Schrift stellt eine Übergangsform von der älteren runden Glagoliza zur neueren (kroatischen) eckigen Glagoliza dar. Neben den glagolitischen Schriftzeichen enthält die Inschrift auch einige lateinische und kyrillische Buchstaben. Die Sprache der Tafel ist eine Mischung aus einer (alten) Form des Čakavischen und des Kirchenslavischen.

 

Die Inschrift ZЪVЪNIMIRЪ KRALЪ HRЪVATЪSKЪÏ (Zvonimir, König Kroatiens) macht die Tafel von Baška zu einem bedeutenden Dokument und Kulturdenkmal für die kroatische Geschichte, vor allem, da dies die älteste derartige Inschrift in kroatischer Sprache ist.

                   Text der Tafel von Baška [Bearbeiten]:

A[ZЪ VЪ IME O]TCA I S(I)NA [I S](VE)TAGO DUHA AZЪ

OPAT[Ъ] DRŽIHA PISAHЪ SE O LEDI[N]Ě JuŽE

DA ZЪVЪNIM[I]RЪ KRALЪ HRЪVATЪSKЪÏ [VЪ]

DNI SVOJĘ VЪ SVETUJu LUCIJu I S[VEDO]-

MI ŽUPANЪ DESIMRA KRЪ[BA]VĚ MRA[TIN]Ъ VЪ L(I)-

CĚ PR(I)BЪNEBŽA [S]Ъ POSL[Ъ] VIN[OD](O)LĚ [ĚK](O)VЪ V(Ъ) O-

TOCĚ DA IŽE TO POREČE KLЪNI I BO(G) I BÏ(=12) AP(OSTO)LA I G(=4) E-

VA(N)J(E)LISTI I S(VE)TAĚ LUCIĚ AM(E)NЪ DA IŽE SDĚ ŽIVE-

TЪ MOLI ZA NE BOGA AZЪ OPATЪ D(O)BROVITЪ ZЪ-

DAH CRĚKЪVЪ SIJu I SVOEJu BRATIJu SЪ DEV-

ETIJu VЪ DNI KЪNEZA KOSЪMЪTA OBLAD-

AJuĆAGO VЪSU KЪRAINU I BĚŠE VЪ TЪ DNI M-

IKULA VЪ OTOČЪCI [SЪ S]VETUJu LUCIJu VЪ EDINO

Deutsche Übersetzung [Bearbeiten]:

 

   Ich, im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes, Ich

   Abt Držiha schrieb dies über dieses Stück Land, welches

   Zvonimir, König Kroatiens, in

   seinen Tagen, der Heiligen Lucija schenkte. Und die Zeugen (sind):

   Präfekt Desimir aus Krbava, Mratin aus

   Lika, Pribineg, dieser Gesandte aus Vinodol (und) Jakov von der

   Insel. Sollte jemand dies bestreiten, so verfluche ihn Gott und die 12 Apostel und die 4

   Evangelisten und die Heilige Lucija. Amen. Sollte hier jemand leben

   so solle er für sie zu Gott beten. Ich, Abt Dobrovit,

   erbaute diese Kirche und mit meinen neun Brüdern

   in den Tagen des Fürsten Kosmat, der dieses

   Land beherrschte. Und es war in diesen Tagen Mikula

   in Otočac mit der (der Abtei der) Heiligen Lucija vereint.

Die Tafel von Baška war ursprünglich der linke Teil der Altarschranke in der frühromanischen Kapelle Sv. Lucija. Steintafel ist 99,5 cm * 199 cm groß. In der Kapelle St. Lucija kann man ein Replikat der Tafel besichtigen.

 

Ein Replikat der Tafel von Baška steht im Lesesaal der Staatsbibliothek zu Berlin im Scharounbau vor dem Eingang der Osteuropa-Abteilung.

Polyptychon ST. LUCIA - Paolo Veneziano

Von der Kirche Hl. Lucija 1944 wurde er zum Bischof von Krk übertragen und befindet sich  heute dort. Grundrechte wurden wieder renoviert.

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